Eine finanzielle Verpflichtung in historischem Ausmaß
Der Bau einer völlig neuen Generation schwer bewaffneter Kriegsschiffe wird Washington zu enormen, bislang nicht eingeplanten Finanzaufwendungen zwingen. Der Entwurf sieht den Aufbau einer Flotte von fünfzehn Schiffen vor, die den Namen von Präsident Donald Trump tragen sollen – und das zu geschätzten Kosten von unfassbaren 275 Milliarden Dollar. Damit hat sich dieses ehrgeizige Vorhaben auf Anhieb in die Liste der teuersten Marineprogramme der gesamten amerikanischen Geschichte eingereiht.
Um diese astronomische Summe greifbar zu machen, lohnt sich ein Blick auf das Führungsschiff selbst. Dessen Preisschild soll sich auf 23,4 Milliarden Dollar belaufen – und übertrifft damit mühelos die inflationsbereinigten Baukosten der USS Gerald Ford. Dieser bislang größte Flugzeugträger der Welt kostete im Jahr 2008 rund 13,3 Milliarden Dollar. Für jedes weitere Schwesterschiff dieser neuen Klasse werden Kosten von rund 18 Milliarden Dollar pro Einheit erwartet.
Gewaltige Feuerkraft am Horizont
Präsident Trump stellte dieses hochentwickelte Rüstungsprogramm erstmals Ende Dezember vor und benannte die neue Schiffsklasse kurzerhand nach sich selbst. Die Benennung eines aktiven Kriegsschiffs nach einem amtierenden Staatsoberhaupt stellt dabei eine deutliche Abkehr von den üblichen Gepflogenheiten des Weißen Hauses dar. Derartige Ehrungen sind traditionell Politikern vorbehalten, die ihr Amt längst niedergelegt haben.
Die geplanten nuklear angetriebenen Kolosse sind darauf ausgelegt, ein schlechthin vernichtendes Arsenal zu führen. Aus den technischen Spezifikationen geht hervor, dass die Flotte mit modernsten Technologien ausgestattet werden soll:
- Elektromagnetische Kanonen (Railguns) sowie gerichtete Energielaser.
- Fortschrittliche Hyperschall-Waffensysteme.
- Hochmoderne Luftabwehr und Lenkraketen, die nukleare Sprengköpfe tragen können.
Obwohl diese neuen Schiffe die gegenwärtigen amerikanischen Kreuzer und Zerstörer in puncto Größe weit in den Schatten stellen, werden sie das Gesamtgewicht der legendären Schlachtschiffe der Iowa-Klasse dennoch nicht erreichen. Jene Riesen bildeten das Rückgrat der Marine, bevor sie in den 1990er Jahren endgültig außer Dienst gestellt wurden.
Den strategischen Rivalen einholen
Vertreter des amerikanischen Verteidigungsministeriums räumen derzeit offen ein, dass die Vereinigten Staaten gegenüber China in Bezug auf die Gesamtgröße ihrer Flotte ins Hintertreffen geraten sind. Jüngste Analysen zeigen wachsende Besorgnis unter Militärstrategen über das rasante Tempo des chinesischen Schiffbaus.
Die massiven Investitionen in riesige Kampfschiffe sollen genau diesen strategischen Bedenken entgegenwirken und das Kräfteverhältnis wieder herstellen. Ob der US-Kongress ein derart schwindelerregendes Budget letztlich tatsächlich bewilligen wird, bleibt jedoch völlig offen – die entscheidende Debatte über diesen Vorschlag steht noch bevor.
Ein harter Kampf um finanzielle Prioritäten
Das gewaltige Ausmaß der vorgeschlagenen Investition wird zweifellos heftige Diskussionen über die künftige Ausrichtung der amerikanischen Verteidigungsausgaben auslösen. Langfristige Planungsanalysen der Marine zeigen nämlich, dass nahezu die Hälfte aller künftigen Mittel für den Neubau von Schiffen auf U-Boote entfallen wird. Das spiegelt den wachsenden militärischen Fokus auf verdeckte Unterwasseroperationen unmissverständlich wider.
Kritiker dieses Großprojekts werden daher mit großer Wahrscheinlichkeit einwenden, dass die Bereitstellung von Hunderten von Milliarden Dollar für eine neue Schlachtschiffflotte ein enormes finanzielles Risiko darstellt. Das Geld könnte an anderer Stelle schmerzlich fehlen – zulasten anderer lebenswichtiger Schwerpunkte wie U-Boote, moderne Fregatten, kleinere Zerstörer und die dringend notwendige Erneuerung der bestehenden Seestreitkräfte insgesamt.










