MAGA-Abtrünnige planen Vergeltung gegen Trump: „Er hat uns alle verraten“

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Politische Loyalität hat ihre Grenzen

In der Politik ist Treue eine äußerst zerbrechliche Angelegenheit. Wählerinnen und Wähler erwarten schlicht, dass Wahlversprechen in greifbare Taten umgesetzt werden. Wer diese Erwartungen enttäuscht, riskiert, dass aus begeisterten Verbündeten von gestern die erbittersten Gegner von morgen werden.

Eine überraschende Revolte brodelt im Verborgenen

Fernab der Öffentlichkeit formt sich im Stillen eine gewichtige Gruppe bekannter konservativer Persönlichkeiten. Vergangenes Wochenende schmiedeten diese Politiker gemeinsam Pläne für die Gründung einer völlig neuen Abspaltungsbewegung, die sich scharf vom republikanischen Establishment abgrenzen soll.

Die entscheidenden Strategiegespräche fanden im Privatanwesen des einflussreichen Kommentators Tucker Carlson im Bundesstaat Maine statt. Anschließend tauchte im Internet ein Foto auf, das Marjorie Taylor Greene veröffentlichte. Das Bild zeigt sie auf dem genannten Anwesen in Begleitung des Kongressabgeordneten Thomas Massie und des ehemaligen Regierungsbeamten Joe Kent.

Laut übereinstimmenden Berichten verfolgt diese einflussreiche Gruppe ein klares Ziel: Sie plant den Start einer unabhängigen Präsidentschaftskampagne, deren zentrales Thema der vollständige Rückzug der Vereinigten Staaten aus allen Auslandskonflikten sein soll.

Ein bitterer Bruch auf der rechten Bühne

Noch vor Kurzem zählten Greene, Massie und Carlson zu den lautesten Unterstützern Donald Trumps. Jetzt kappen sie diese politischen Bande mit unverhohlener Wut. Der ausschlaggebende Grund ist die Unterstützung, die die aktuelle Regierung militärischen Operationen im Nahen Osten entgegenbringt.

Der tiefe Frust entlud sich in einem vielbeachteten Beitrag von Marjorie Taylor Greene in den sozialen Netzwerken. Die Politikerin beklagte darin, dass ihre Forderungen nach einem Ende der Auslandskriege todernst gemeint gewesen seien und dass sie Trump genau deshalb unterstützt hätten, weil er einen friedlicheren Kurs versprochen hatte. „Er hat uns aber alle verraten“, schrieb sie ohne Umschweife.

Den Stimmungswandel schilderte Joe Kent ausführlich in einem Auftritt bei The Young Turks. Er erklärte, der eigentliche Anlass für das Wochenendetreffen sei gewesen, einen geschlossenen und entschlossenen Widerstand gegen einen möglichen Militärkonflikt mit dem Iran zu organisieren.

Die schwierige Suche nach einer Führungsfigur

Die nächsten Schritte werden alles andere als einfach sein. Eine unabhängige Wahlkampagne verschlingt enorme finanzielle Mittel und erfordert ein kompliziertes Navigieren durch die strengen bürokratischen Vorschriften der einzelnen US-Bundesstaaten.

Kent räumt diese gewaltigen Hindernisse offen ein. Im selben Atemzug betonte er jedoch, dass die Beteiligten in einem wesentlichen Punkt übereinstimmen – das bestehende politische System hat schlicht versagt. Um das Land zu retten, sei deshalb etwas grundlegend Neues unbedingt erforderlich.

Die sich formierende Koalition hat derzeit noch nicht einmal einen offiziellen Kandidaten. Kent verriet allerdings einen aufschlussreichen Detail aus dem Hinterzimmer: Sämtliche Teilnehmer des geheimen Treffens sollen Tucker Carlson eindringlich gebeten haben, im Jahr 2028 für das Präsidentenamt zu kandidieren.

Obwohl Carlson derartige Ambitionen wiederholt verneint hat, gibt Kent die Hoffnung nicht auf. Er glaubt nach eigenen Angaben nach wie vor daran, dass der bekannte Moderator eines Tages seine Meinung ändern und seine Kandidatur offiziell bekanntgeben wird.

Ein einziges Thema dominiert alles andere

Sollte diese aufkeimende Bewegung tatsächlich in den Wahlkampf einsteigen, wird sie klassische innenpolitische Debatten vollständig ausklammern. Die gesamte politische Energie konzentriert sich auf ein einziges Ziel: den sofortigen Stopp aller Auslandsinterventionen.

Kent verteidigt diesen ungewöhnlichen Ansatz damit, dass es sich um ein bewusst schlankes Programm handeln soll. Die Gruppe rechne von vornherein damit, dass innerhalb der Bewegung in gesellschafts- und innenpolitischen Fragen Meinungsverschiedenheiten auftauchen werden. Gleichzeitig verwies er pragmatisch auf den Umstand, dass ein Präsident in der Realität nur sehr begrenzten Einfluss auf die gewöhnliche Innengesetzgebung hat.

„Wir sind uns in einem vollkommen einig: Wir wollen nicht, dass Israel unsere Außenpolitik diktiert. Es hat schlicht genug Auslandskriege gegeben“, schloss Kent seinen entschlossenen Auftritt ab.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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