Bärenjagd startet am 21. August – wichtige Termine und Regeln, die Sie kennen müssen

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Der Startschuss fällt am 21. August

Am Freitag, dem 21. August, beginnt offiziell die diesjährige Saison der lizenzierten Bärenjagd. Die Behörden legen in diesem Jahr besonderen Wert auf Sicherheit und die strikte Einhaltung aller Vorschriften. Sowohl erfahrene als auch neue Jäger müssen sich dabei mit vollständig überarbeiteten Regeln zur Kirrung auseinandersetzen, die im Laufe des Jahres 2026 in Kraft getreten sind.

Die Jagdsaison läuft maximal bis zum 15. Oktober. In einigen Teilen des Landkreises Norrbotten endet sie jedoch früher – gemäß den Vorgaben der Naturschutzbehörde spätestens am 30. September. Besonders wichtig zu wissen: Die Saison kann auch deutlich früher enden, sobald das vorab festgelegte Abschusslimit in einem bestimmten Gebiet erreicht ist.

Behörden arbeiten Hand in Hand

Damit alles sicher und gesetzeskonform abläuft, bündeln mehrere Schlüsselinstitutionen ihre Kräfte. Polizei, Kreisverwaltungen, der Schwedische Jagdverband und die Naturschutzbehörde überwachen die Lage gemeinsam und aufmerksam. Das bedeutet für jeden einzelnen Jäger eine erhebliche Eigenverantwortung.

Jeder Teilnehmer muss den aktuellen Beschluss der zuständigen Kreisverwaltung für sein konkretes Jagdrevier genau kennen. Ebenso muss er ständig im Blick behalten, wie viele Bären bis zur Erfüllung des örtlichen Kontingents noch erlegt werden dürfen.

Neue Regeln zur Kirrung im Jahr 2026

Die bedeutendste Neuerung dieser Jagdsaison sind die aktualisierten Vorschriften der Naturschutzbehörde (NFS 2026:1) rund um die Einrichtung von Kirrungen. Diese seit dem Frühjahr 2026 geltenden Regelungen stellen deutlich strengere Anforderungen an die Organisation der Jagd.

Die Vorbereitung einer Kirrung für die Lizenzjagd darf frühestens am 15. Juli beginnen. Die Absicht muss der zuständigen Kreisverwaltung spätestens einen Tag vorher, also bis zum 14. Juli, offiziell gemeldet werden. Gleichzeitig gelten nun sehr strenge Mindestabstände für die Platzierung von Lockmitteln.

Eine neue Kirrung muss folgende Abstände einhalten:

  • Mindestens 2.000 Meter zu dauerhaft bewohnten Häusern, bestimmten Freizeitgebäuden und Dauercampingplätzen.
  • Mindestens 200 Meter zu jeder öffentlichen Straße oder Wegverbindung.
  • Mindestens 500 Meter zu dauerhaft markierten Wander- und Ausflugswegen.

Neue Regeln beim Einsatz von Jagdhunden

Auch der Einsatz von Jagdhunden unterliegt wesentlichen Änderungen. Einen Bären dürfen zur gleichen Zeit höchstens zwei Hunde stellen oder verfolgen. Von zentraler Bedeutung ist außerdem die Regel, die es ausdrücklich verbietet, Hunde bei der Jagd auf dasselbe Tier am selben Tag auszuwechseln.

Verstärkte Polizeipräsenz und Sicherheitskontrollen

Während der gesamten Jagdsaison wird die Polizei ihre Präsenz im Gelände deutlich ausbauen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Prävention, sondern auch auf gründlichen Kontrollen von Jagdwaffen und der Gültigkeit von Lizenzen. Die Beamten sind zudem darauf vorbereitet, jeden Verdacht auf einen Verstoß gegen das Jagdgesetz sofort zu untersuchen.

Joacim Lundqvist, Wildtierkoordinator für die nordische Region, betont, dass dies ein völlig normaler Bestandteil der lokalen Polizeiarbeit sei – vergleichbar mit der Absicherung der traditionellen Elchjagd im Herbst. Das Ziel sei laut ihm nicht Repression, sondern der Aufbau guter Beziehungen zu allen Beteiligten sowie die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur.

Absolutes Verbot von Motorfahrzeugen

Ein unverrückbares Fundament der sicheren Jagd bleibt das absolute Verbot, Motorfahrzeuge einzusetzen. Diese dürfen weder zur Jagd selbst noch zur Suche, Fährtensuche, Verfolgung oder zum Treiben von Wild genutzt werden. Die Behörden warnen zudem eindringlich vor dem leichtfertigen Kombinieren moderner Wildkameras mit Fahrzeugbewegungen, was häufig an der Grenze zur Gesetzwidrigkeit balanciert.

Wer in diesem Jahr die Wälder aufsuchen möchte, hat vor dem ersten Schuss eine klare Priorität: die sorgfältige Lektüre der aktuellen Bedingungen der eigenen Kreisverwaltung sowie die laufende Beobachtung der zugeteilten Kontingente. Regeln und Limits können in benachbarten Revieren erheblich voneinander abweichen – und die Jagd kann von einem Tag auf den anderen behördlich beendet werden.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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