Blitzschnelle Zubereitung ganz ohne überflüssiges Geschirr
Wussten Sie, dass sich ein perfektes Spiegelei-Äquivalent ganz einfach in der Mikrowelle zaubern lässt? Diese geniale Küchenmethode braucht lediglich eine kleine Schüssel, etwas Fett und kaum Zeit – vom ersten Handgriff bis zum fertigen Gericht.
Tom Ferris, Mitgründer des Geflügelunternehmens Roosty’s und anerkannter Ei-Experte, empfiehlt als ersten Schritt, eine mikrowellengeeignete Schüssel gründlich einzufetten. Dafür genügt etwa ein Esslöffel Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Butter. Erst danach schlägt man das Ei vorsichtig in die vorbereitete Schüssel.
Der entscheidende Kniff dieser Methode liegt im mehrfachen Einstechen des Eigelbs mit einer Gabel. Um unerwünschtes Spritzen im Inneren der Mikrowelle zu verhindern, deckt man die Schüssel locker mit einem Küchentuch ab. Bereits in diesem ersten Schritt lassen sich Salz und Pfeffer nach persönlichem Geschmack hinzufügen.
Bei neueren und leistungsstärkeren Geräten reichen etwa 45 Sekunden auf höchster Stufe aus. Ältere oder schwächere Modelle benötigen hingegen eher eine volle Minute. Danach ist es unbedingt notwendig, das Ei vor dem Servieren kurz ruhen zu lassen.
Warum die Leistung der Mikrowelle eine entscheidende Rolle spielt
Die Zeitangaben sind dabei kein Zufall. Jedes Gerät gibt eine andere Energiemenge ab, weshalb dieselbe Einstellung in verschiedenen Küchen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen kann. Die Wattzahl des Geräts wird damit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Rezepts – und ist alles andere als eine bedeutungslose Randnotiz.
Den genauen Wert findet man in der Regel auf der Innenseite der Gerätetür, auf dem Typenschild an der Rückseite oder schlicht im beiliegenden Benutzerhandbuch.
Offizielle Lebensmittelsicherheitsrichtlinien warnen, dass die Zubereitung auf höchster Leistungsstufe das Eiweiß zäh und gummiartig werden lassen kann. Fachleute empfehlen deshalb häufig, mit einer niedrigeren Heizstufe zu arbeiten. Das steht jedoch im direkten Widerspruch zu Ferris‘ Schnellmethode, die bewusst auf maximale Geräteleistung setzt.
Außerdem sollte man wissen, dass die Mikrowelle niemals die typisch knusprigen, gebräunten Ränder erzeugen kann, die beim klassischen Braten in der heißen Pfanne entstehen. Die Luft im Inneren des Geräts bleibt schlicht viel kühler als eine erhitzte Pfanne.
Lebensmittelsicherheit und die Bedeutung der Ruhephase
Die kurze Pause vor dem Servieren hat einen klaren praktischen Grund. Speisen garen nämlich auch nach dem Ende der Mikrowellenlaufzeit noch weiter. Aufgrund ungleichmäßiger Wärmeverteilung ist die endgültige Konsistenz beim Abschalten des Geräts oft noch nicht erreicht – einzelne Bereiche können dabei deutlich heißer sein als andere.
Was die gesundheitliche Unbedenklichkeit betrifft, ist bei Gerichten mit flüssigem Kern besondere Vorsicht geboten. Grundsätzlich wird empfohlen, Eier so lange zu erhitzen, bis sowohl Eiweiß als auch Eigelb vollständig fest sind.
Wer dennoch eine weichere oder halb gegarte Konsistenz bevorzugt, sollte auf pasteurisierte Produkte zurückgreifen. Diese schalten das Risiko einer Salmonelleninfektion zuverlässig aus.
Gemäß geltenden Hygienestandards sollten alle in der Mikrowelle zubereiteten Eierspeisen eine Kerntemperatur von genau 74 Grad Celsius erreichen. Für maximale Sicherheit empfiehlt es sich, sie vor dem Verzehr noch mindestens zwei Minuten vollständig abgedeckt ruhen zu lassen.










