Weder Schweden, Dänemark noch die Schweiz: Das ist Europas reichstes Land im Jahr 2030 laut Prognosen

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Ein überraschender Spitzenreiter und die Lage der nordischen Staaten

Der allgemeine Lebensstandard auf dem alten Kontinent dürfte bis zum Ende dieses Jahrzehnts kontinuierlich steigen. Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bleiben dabei jedoch nach wie vor enorm groß. Detaillierte Analysen aktueller globaler Prognosen zeigen, dass sich an der Zusammensetzung von Spitze und Schlusslicht der Rangliste im Wesentlichen nichts ändern wird.

Experten weisen zudem darauf hin, dass für eine realistische Einschätzung der Wirtschaftskraft die Reihenfolge der Länder weit aussagekräftiger ist als einzelne konkrete Prognosezahlen.

Irland thront an der Spitze – und verdrängt Luxemburg

Gemessen am BIP pro Kopf nach Kaufkraftparität wird sich überraschenderweise Irland an die absolute Spitze schieben. Der Inselstaat löst damit den langjährigen Platzhirsch Luxemburg vom Thron.

Direkt hinter diesen beiden Schwergewichten behaupten Norwegen, die Schweiz und Dänemark souverän ihre stabilen Plätze unter Europas wirtschaftlicher Elite. Dänemark zementiert damit seine Zugehörigkeit zur Spitzengruppe und bestätigt seinen Status als außergewöhnlich wohlhabende Gesellschaft.

Interessant ist Schwedens Position. In den Schätzungen für 2030 taucht das Land erst auf Rang zehn auf und fällt damit gegenüber seinen skandinavischen Nachbarn spürbar zurück.

Warum Irlands Spitzenposition mit Vorsicht zu genießen ist

Bei der Interpretation von Irlands Führungsrolle ist allerdings eine gewisse analytische Zurückhaltung angebracht. Die irische Wirtschaft wird massiv durch die Präsenz riesiger multinationaler Konzerne angetrieben, was das tatsächliche Bild des Wohlstands normaler Bürger erheblich verzerren kann.

Viele Makroökonomen bevorzugen daher das Bruttonationaleinkommen (BNE), das einen präziseren Kontext liefert. In diesem spezifischeren Maßstab spielt Irland bei Weitem keine so dominante Rolle mehr.

Was die traditionellen europäischen Wirtschaftsmächte betrifft: Deutschland landet ungefähr auf Platz zwölf. Weitere große Volkswirtschaften wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien finden sich in der Rangliste noch weiter unten.

Klaffende Unterschiede quer durch den Kontinent

Am anderen Ende der Skala zeigt sich ein völlig anderes, deutlich düstereres Bild. Die untersten Plätze belegen klar die Kandidatenländer, darunter die Ukraine, Kosovo und Moldawien. Deren Wirtschaftsleistung pro Kopf wird weiterhin weit unter dem europäischen Durchschnitt liegen.

Erhebliche Wohlstandsunterschiede bleiben jedoch auch innerhalb der EU-Grenzen bestehen. Den wenig schmeichelhaften Titel des ärmsten Mitgliedsstaates fällt laut den Modellen Bulgarien zu. Gesellschaft am unteren Ende der Tabelle leisten ihm zudem Griechenland, Lettland und Rumänien.

Zum Gefälle zwischen den reichsten und ärmsten Regionen liefern Experten noch einen besonders aufschlussreichen Vergleich. Selbst wenn man die Ausreißer Irland und Luxemburg vollständig aus der Statistik herausnimmt, halten die Bewohner Nordeuropas einen nahezu doppelt so hohen Lebensstandard wie die Menschen in den wirtschaftsschwächsten Ländern des Kontinents.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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