Wütende Richterin warnt Trump vor Baubeginn: „Das wäre ein Verbrechen“

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Ein Eingriff der Justiz

Wer politische Macht erlangt, verspürt oft den starken Drang, in der Hauptstadt ein sichtbares Denkmal seiner Ära zu hinterlassen. Ambitionierte Architekturvisionen folgen dabei meist auf dem Fuß – doch manchmal prallen diese Großträume unvermittelt auf die harte Realität der Justiz.

Klare Ansage aus dem Gerichtssaal

Richterin Tanya Chutkan hat der Regierung von Donald Trump eine unmissverständliche Botschaft geschickt. Sie ordnete an, sämtliche Vorbereitungsarbeiten für den geplanten Triumphbogen sofort einzustellen.

Gegen das umstrittene Vorhaben hatten drei Vietnamveteranen gemeinsam mit einem Kunsthistoriker Klage eingereicht. Ihre Befürchtung: Das massive Monument könnte das historische Stadtbild und die charakteristischen Sichtachsen der Stadt unwiederbringlich zerstören.

Die Spielregeln werden verschärft

Die Lage eskalierte gegen Ende der Woche, als Innenminister Doug Burgum selbstbewusst den baldigen Beginn von Erdarbeiten ankündigte – und damit frühere gerichtliche Anweisungen de facto ignorierte. Die Richterin reagierte prompt und zog die Zügel deutlich an.

Die Regierung ist nun verpflichtet, das Gericht mindestens 48 Stunden im Voraus über jede geplante Bautätigkeit am Memorial Circle zu informieren – ausgenommen ist lediglich die bloße Datenerfassung vor Ort. Chutkan stellte klar, dass jede nicht genehmigte Baumaßnahme einen direkten Gesetzesverstoß und eine Missachtung ihrer Anordnung darstellen würde.

Die Veteranengruppe legte unmittelbar darauf weitere Rechtsdokumente vor, in denen die öffentlich angekündigten Schritte des Innenministers als in mehrfacher Hinsicht grob rechtswidrig bezeichnet werden.

Der Effekt des Tanzsaals

Das Präsidententeam schöpft derzeit Zuversicht aus einem jüngsten Sieg vor dem Obersten Gerichtshof. Dieser hatte den überraschenden Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses und den anschließend umstrittenen Bau eines neuen Tanzsaals gebilligt.

Die Regierungsanwälte sind daher fest davon überzeugt, dass auch die aktuelle Klage wegen des Triumphbogens scheitern wird. Sie bestreiten sogar, dass die genannten Veteranen überhaupt die rechtliche Klagebefugnis für eine solche Klage besitzen.

Die Kläger wiederum kämpfen mit allen Mitteln darum, die Entstehung einer weiteren Blitzbaustelle zu verhindern. Sie appellieren eindringlich an die Justiz, es den Behörden nicht zu erlauben, rechtswidrig voranzuschreiten. Ihre Befürchtung ist konkret: Die Regierung könnte absichtlich vollendete Tatsachen schaffen, bevor ein endgültiges Urteil über die Rechtmäßigkeit des Projekts gefällt wird.

Die Finanzierungsfrage bleibt offen

Innenminister Burgum stützt sich hartnäckig auf ein Gesetz vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, das seiner Auslegung zufolge das Monument vollständig legitimiert. Er argumentiert, diese alten Regelungen seien modernen Flächennutzungsplänen und aktuellen Baubeschränkungen in beispielloser Weise übergeordnet.

Die Richterin hatte jedoch bereits im Frühjahr ihren Standpunkt klar gemacht: Sie wird keinerlei Ausgrabungsarbeiten während des laufenden Gerichtsverfahrens dulden.

Selbst wenn die Regierung den Rechtsstreit letztlich gewinnen sollte, könnte die Beschaffung der notwendigen Mittel für den eigentlichen Bau ein schier unlösbares Problem darstellen. Aus der jüngeren Vergangenheit ist bekannt, dass die Republikaner im Senat dem Präsidenten bereits beim früheren Tanzsaal-Projekt die Freigabe der erforderlichen Gelder entschieden verweigert hatten.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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