Russisches TV verspottet Trumps Gesandte: „Diese Leute verstehen nichts von Politik“

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Frostige Aufnahme in Moskau

Auf den höchsten diplomatischen Ebenen agieren normalerweise erfahrene Staatsmänner, die ihre Verhandlungen diskret hinter verschlossenen Türen führen. Doch wenn hartgesottene Milliardäre in die komplizierte Weltpolitik einsteigen, kann die Reaktion der Gegenseite ausgesprochen scharf ausfallen.

Donald Trump schickte einen brandneuen Friedensvorschlag auf den Weg – und betraute Steve Witkoff sowie Jared Kushner mit dessen Übermittlung. Die amerikanischen Gesandten saßen nach wochenlangen heftigen Kämpfen an der Front mehr als drei Stunden lang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Verhandlungstisch.

Bereits am Sonntag führte ihre Reise weiter zum ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Beide verfeindeten Seiten suchen derzeit verzweifelt nach einem Ausweg aus dem zermürbenden Konflikt, der die gesamte Region seit langen Monaten im Griff hält.

Während der Kreml die stattgefundenen Gespräche nach außen hin als äußerst konstruktiv bezeichnete, schlug das russische Staatsfernsehen einen völlig anderen Ton an. Einheimische Kommentatoren ließen kein gutes Haar an dem Besuch der amerikanischen Geschäftsmänner.

Eine ungewöhnliche Mischung aus Handel und Hochdiplomatie

Der Amerika-Experte Rafael Orduchanyan nahm sich im Fernsehen besonders Witkoff und dessen enormen kommerziellen Interessen vor. Dabei stellte er öffentlich infrage, welche wirklichen Prioritäten dieser Mann überhaupt verfolge.

Der russische Analytiker warf die rhetorische Frage auf, ob der amerikanische Sonderbeauftragte globale Krisen lediglich in seiner Freizeit zwischen Geschäftsabschlüssen löse – oder ob er umgekehrt Handel treibe, während er nebenbei weltpolitische Probleme abzuarbeiten versuche.

Anschließend stichelte er gegen Witkoffs jüngste massive Investitionen in der Sportwelt. Orduchanyan bemerkte, es wirke so, als versuche Witkoff die Ukraine-Krise in der Pause vor dem Kauf der Los Angeles Lakers für 12,5 Milliarden Dollar zu lösen. Sein abschließendes Urteil fiel eindeutig aus: Diese Menschen hätten schlicht keine Ahnung von echter Politik.

Tiefe Skepsis gegenüber den Ergebnissen

Diese skeptische Sichtweise auf die neue amerikanische Strategie teilten auch weitere Studiogäste. Journalist Michael Bohm bewertete unverblümt, was die vielbeachtete Diplomatenmission tatsächlich gebracht habe.

Der eigentliche Sinn des Besuchs beider Amerikaner sei laut ihm lediglich gewesen, erneut festzustellen und klarzumachen, dass Russland schlicht nicht mit Gewalt zum Frieden gezwungen werden könne.

Der Gründer der Partei „Große Vaterland“ Nikolaj Starikov wischte den gesamten Verhandlungsversuch mit einer Handbewegung beiseite. Er betonte die harte Realität des gegenwärtigen Geschehens und erklärte, die besten russischen Unterhändler seien die Soldaten selbst. Das sollten sich alle westlichen Diplomaten seiner Meinung nach stets vor Augen halten.

Eine fragile und vorübergehende Feuerpause

Diese diplomatische Offensive spielte sich vor dem Hintergrund einer kurzen Waffenruhe ab. Wladimir Putin hatte am Samstagmitternacht den Befehl erteilt, sämtliche Angriffe auf Kiew für drei Tage vollständig einzustellen.

Auf diesen unerwarteten Schritt reagierte Wolodymyr Selenskyj umgehend mit einer ähnlichen Anordnung, die ukrainische Angriffe auf Moskau vorübergehend untersagte.

Trotz dieser kurzen Beruhigung der Lage bleibt der Weg zu einer dauerhaften Lösung äußerst steinig. Der Kreml-Chef soll den amerikanischen Gesandten beim persönlichen Treffen eingestanden haben, dass die aktuelle Situation keineswegs einfach sei.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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