Ameisen im Garten entdeckt? Das könnte ein Problem sein, das man nicht unterschätzen sollte

Zeige injoy-jena.de öfter in den Google-Suchergebnissen.

injoy-jena.de zu Google hinzufügen

Kleine Tiere, große Wirkung

In den Sommermonaten verlagert sich unser Alltag ganz natürlich nach draußen. Gartenmöbel kommen heraus, Pflanzen werden umgetopft und der Grill läuft auf Hochtouren.

Genau bei diesen alltäglichen Tätigkeiten fallen uns oft kleine Details rund ums Haus auf. Vielleicht trocknet das Substrat ungewöhnlich schnell aus, die Terrassenplatten wackeln, oder Ihre Lieblingsblumen wirken irgendwie schlapp. All diese Signale verdienen Aufmerksamkeit – und der Griff zur Chemie ist dabei selten die erste richtige Wahl.

Überraschend nützliche Helfer im Garten

Der Anblick kleiner schwarzer Ameisen, die zwischen Blumentöpfen und Terrassenplatten hin- und herwuseln, trübt schnell die Stimmung. Die meisten von uns greifen dann sofort zu starken Insektiziden – obwohl das Tier selbst nur selten das eigentliche Problem darstellt.

Ameisen, wie sie bei uns heimisch sind, greifen lebende Pflanzen kaum direkt an. Sie übernehmen eher die Rolle fleißiger Aufräumer: Sie beseitigen tote Insekten, lockern die Erde auf und graben Gänge, durch die Regenwasser und Gießwasser tiefer zu den Wurzeln gelangen kann.

Stellt man eine plötzliche Vermehrung fest, deutet das meist darauf hin, dass sich in der Umgebung etwas verändert hat. Ameisen sind ständig auf der Suche nach Nahrung, Wärme und einem sicheren Unterschlupf. Bevor man also zur Bekämpfung übergeht, lohnt es sich, ihre Wege eine Weile zu beobachten. So lässt sich schnell erkennen, ob es sich um einen harmlosen Besuch handelt oder um einen Hinweis auf ein ernsthafteres Problem.

Ameisen als Zeichen für Blattlausbefall

Bewegen sich Ameisen auffällig häufig an Rosen, Obstbäumen oder Zimmerpflanzen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Blattläuse im Spiel sind. Die beiden Tierarten leben nämlich in einer gegenseitig vorteilhaften Beziehung. Ameisen lieben den süßen Honigtau, den Blattläuse ausscheiden, und verteidigen ihre „Herde“ im Gegenzug hartnäckig gegen natürliche Feinde wie den Siebenpunkt-Marienkäfer.

In diesem Fall muss man in erster Linie gegen die Blattläuse vorgehen, denn diese schwächen Zier- und Nutzpflanzen erheblich. Das bloße Entfernen der Ameisen würde das eigentliche Problem überhaupt nicht lösen.

Warnsignale unter Platten und in Blumentöpfen

Ein eigenes Kapitel sind Ameisenkolonien, die sich unter Terrassenplatten verstecken. Warme, trockene Fugen bieten ideale Bedingungen für die Nestgründung – besonders wenn die Steine auf einem Sandbett verlegt wurden.

Sobald die Arbeiterinnen fleißig losen Untergrund an die Oberfläche tragen, entstehen im Boden verborgene Hohlräume. Das führt unweigerlich dazu, dass Platten sich absenken und wackeln. Bei der Planung neuer befestigter Flächen empfiehlt es sich daher, Schotter als Unterbau zu verwenden oder die Fugen dauerhaft mit hochwertigem Mörtel zu verfüllen.

Ebenso verlockend ist für Ameisen die lockere, luftdurchlässige Erde in Ziergefäßen. Ihr weitverzweigtes Gangsystem sorgt jedoch dafür, dass Gießwasser beim Bewässern viel zu schnell durch das Substrat läuft. Der Wurzelballen kann dabei nicht genug Feuchtigkeit aufnehmen, trocknet rasch aus und die Pflanze leidet unter Nährstoff- und Wassermangel.

Ameisen als zuverlässige Gartenindikatoren

Ameisen sollte man also keineswegs nur als lästiges Übel betrachten. Sehr oft funktionieren sie als verlässliche Anzeiger für Stellen im Garten, die besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Wer den Gesundheitszustand der Blätter, die Stabilität der Terrasse und die Qualität der Erde in den Töpfen sorgfältig überprüft, findet meistens sehr schnell den wahren Grund für das gehäufte Auftreten der Tiere.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

Scroll to Top