„Barbaren vor den Toren“: Russland verspottet Europa wegen der Migrationskrise

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Fast 49.000 Migranten überqueren in 24 Stunden die Grenze nach Ceuta

Innerhalb eines einzigen Tages drangen nahezu 49.000 Migranten aus marokkanischem Gebiet in die spanische Exklave Ceuta ein. Einige schwammen die Strecke, andere überwanden die massiven Sperranlagen entlang der Küstenlinie.

Diese beispiellose Massenbewegung forderte mindestens 18 Menschenleben in den Wellen des Ozeans. Als ausgebrannte Fahrzeugwracks nach heftigen Auseinandersetzungen die Straßen säumten, sah sich die Regierung gezwungen, rasch das Militär anzufordern.

Vertreter der örtlichen Sicherheitsbehörden räumten ein, dass der unerwartete Ansturm ihre normalen Kapazitäten vollständig überfordert habe. Ein 32-jähriger Mann namens Brahim schilderte Journalisten, er sei zu spät an der Grenze angekommen und habe den Grenzübergang nicht mehr passieren können. In benachbarten Städten warteten seinen Angaben zufolge noch Tausende weitere Menschen.

Schwerer diplomatischer Streit quer durch Europa

Der unkontrollierbare Zustrom löste unmittelbar scharfe Auseinandersetzungen zwischen führenden europäischen Politikern aus. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte entschieden, ihr Kabinett sei bereit, außerordentliche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Grenzen und Bürger einzuleiten. Diese könnten ihr zufolge auch eine vorübergehende Aussetzung des Schengenraums gegenüber Spanien umfassen.

Italiens Außenminister Antonio Tajani schloss sich der harschen Kritik an. Den aktuellen Kurs Madrids bezeichnete er als grundlegend falsch und fügte hinzu, eine solche Politik spiele letztlich nur dem organisierten Menschenschmuggel in die Hände.

Spaniens Außenminister José Manuel Albares wies diese Vorwürfe sofort und scharf zurück. Er bewertete derartige Äußerungen als völlig unangebracht und appellierte an seine internationalen Partner, echte Solidarität zu zeigen statt billiger politischer Demagogie.

Während diese Wortgefechte auf höchster Ebene stattfanden, verschärfte Frankreich still und leise die Kontrollen an seinen eigenen Grenzen zu Spanien. Ministerpräsident Pedro Sánchez reiste unterdessen eilig in die Krisenenklave, um die entstandenen Schäden gemeinsam mit den lokalen Behörden vor Ort zu besprechen.

Moskau nutzt die Lage für bissige Kommentare

Die angespannte Atmosphäre im Süden Europas entging internationalen Beobachtern naturgemäß nicht. Der russische Staatsbeamte Kirill Dmitriev teilte in sozialen Netzwerken einen provokanten Beitrag, in dem er die aktuelle Lage mit dem Jahr 410 nach Christus verglich — versehen mit dem Untertitel über Barbaren vor den Toren.

Mit diesem Vergleich spielte er bewusst auf die historische Plünderung Roms an, die sich im August jenes Jahres ereignete, drei Tage andauerte und einen gewaltigen zivilisatorischen Einschnitt darstellte.

Der rechtliche Rahmen und jüngste Gerichtsentscheidungen in Spanien erschweren derzeit die Bemühungen um eine sofortige Abschiebung jener Personen, die auf dem Seeweg ankommen, erheblich. Trotz dieser komplexen gesetzlichen Hürden bestehen die Behörden darauf, dass illegale Migranten zurückgeführt werden — jedoch unter vollständiger Wahrung der geltenden Gesetze.

Vertreter von Menschenrechtsorganisationen appellieren inzwischen an die Behörden, während der laufenden Einsätze die grundlegende Menschenwürde zu wahren. Gleichzeitig warnen sie eindringlich davor, dass die verfügbaren Kapazitäten in der Exklave Ceuta bei Weitem nicht ausreichen, um eine derart unerwartete Ankunftswelle zu bewältigen.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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