Kinderkrankenhaus in Saporischschja unter Beschuss
In den Abendstunden des 4. August wurde das Kinderkrankenhaus in Saporischschja zum Ziel eines weiteren Angriffs. Eine russische Drohne vom Typ Molnija traf das Gebäude direkt und schleuderte scharfe Glassplitter der massiven Fensterfronten über den gesamten angrenzenden Innenhof.
Trotz der verheerenden Schäden an der Außenfassade blieben sämtliche kleinen Patienten und das aufopferungsvolle medizinische Personal unverletzt. Eine rechtzeitig eingeleitete Evakuierung in unterirdische Schutzräume hatte alle Anwesenden kurz vor der zerstörerischen Explosion in Sicherheit gebracht.
Diese glückliche Wendung bestätigte der Chef der regionalen Militärverwaltung Saporischschja, Ivan Fedorov, offiziell. „Dank der frühzeitigen Luftalarmwarnung befanden sich alle Kinder und das Personal in Sicherheit des Schutzraums. Niemand wurde verletzt“, erklärte er in seiner offiziellen Stellungnahme.
Angriff aus der Luft auf die Hauptstadt
Der Vorfall in Saporischschja war jedoch nur ein kleiner Teil einer weitaus größeren Offensive gegen zivile Ziele. Kiew sah sich einem vernichtenden Angriff mit mehr als 30 ballistischen Raketen gegenüber. Mächtige Explosionen erschütterten die Metropole, während die Flugabwehrsysteme über der Stadt einen intensiven Kampf ausfochten.
Die Folgen der Einschläge trafen mehrere Stadtteile und hinterließen ein Bild der Verwüstung. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete den Treffer eines Verwaltungsgebäudes im Bezirk Obolonskyi, während im Bereich Swjatoschinsk Wohnhäuser schwer beschädigt wurden.
Rettungsteams begannen sofort mit der Durchsuchung der Trümmer im Bezirk Holosijiwskyj. Aus den Überresten eines zerstörten Lagerhauses konnten zwei verletzte Überlebende geborgen werden. Eine weitere Rakete riss in dieser Gegend ein Privathaus vollständig nieder. Die Lage verschärfte sich zusätzlich durch ein Ammoniakleck aus einem Industrieobjekt, vor dem die Behörden eindringlich warnten.
Mitten in den Rettungsarbeiten ereignete sich eine unerwartete weitere Explosion, bei der ein Sanitätsfahrer verletzt wurde. Die genaue Ursache dieser sekundären Detonation ist bislang ungeklärt.
Erschütternde Bilanz im Herzen der Ukraine
Trümmer von Drohnen und Raketen schlugen auch in weiteren Teilen Kiews ein. Im Bezirk Desnjansky brachen in Lagerhallen große Brände aus, und Raketenteile stürzten in unmittelbarer Nähe von Plattenbauten nieder.
Diese schreckliche Nacht reiht sich ein in wochenlangen anhaltenden Druck auf die zivile und medizinische Infrastruktur. Ende Juli hatten fünf präzisionsgelenkte Bomben Saporischschja getroffen, wobei 18 Menschen verletzt wurden – darunter ein Kind in kritischem Zustand. Für die Bewohner dieser Gebiete sind unterirdische Schutzräume damit zur einzigen echten Zuflucht geworden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Mittwochmorgen die tragischen Folgen des Angriffs. Seinen Angaben zufolge forderte der massive Beschuss 17 Menschenleben, weitere 44 Personen wurden verletzt.
Während dieser verheerenden Angriffswelle wurden nach Angaben des Präsidenten insgesamt 24 ballistische Raketen auf ukrainisches Territorium abgefeuert.










