Ein Allesfresser ohne jegliche Grenzen
Fast jeder kennt jemanden aus seinem Umfeld, der sich mit einem unerschütterlichen Magen brüstet. Solche Menschen stürzen sich ohne zu zögern auf die seltsamsten Delikatessen und blicken auf gewöhnliche Speisekarten eher herab. Wenn jedoch ein hochrangiger Regierungsbeamter damit anfängt, sich öffentlich mit dem Verzehr von Fundstücken von der Straße zu rühmen, nimmt die Sache eine ziemlich skurrile Wendung.
Der amtierende Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. nahm kürzlich an einem Promotioninterview zu seinem brandneuen Fernsehprojekt teil. Die Sendung mit dem Namen The Real Food Show hat das Ziel, amerikanische Familien zur Zubereitung gesünderer Gerichte zu Hause zu motivieren.
Das Interview nimmt eine unerwartete Wendung
Im Gespräch mit einer Reporterin der amerikanischen Zeitung USA Today wandte sich das Thema unerwartet seinem persönlichen Speiseplan zu. Der erfahrene Politiker hielt sich in diesem Moment keineswegs zurück.
„Ich esse buchstäblich absolut alles“, antwortete Kennedy auf die Frage nach seinem exotischsten kulinarischen Erlebnis. „Ich sage es mal so: Ich habe überhaupt keinen Würgereflex.“
Anschließend gestand er offen seine große Leidenschaft für gastronomische Experimente. Er erklärte der Journalistin, dass er auf seinen Reisen sehr gerne verschiedenste Dinge ausprobiert – darunter auch allerlei Straßenessen von lokalen Händlern auf dem Bürgersteig.
Rascher Eingriff aus dem Hintergrund
Mit ähnlichem unkonventionellen Feinschmeckertum hatte der Politiker bereits Anfang 2024 geprahlt. Damals erklärte er Berichten zufolge ohne Umschweife, dass er praktisch alles auf der Welt essen könnte – mit einer einzigen Ausnahme: Menschenfleisch, Affenfleisch oder Hundefleisch kämen für ihn nicht infrage.
Aufgrund seiner aktuellen Äußerungen über wildes Straßenessen drängte die Reporterin etwas stärker nach. Sie stellte ihm die direkte Frage, ob er jemals etwas gegessen habe, das andere Menschen wahrscheinlich als völlig abstoßend empfinden würden.
Der Gesundheitsminister stockte für einen Moment. Er wandte seinen Blick von der überraschten Journalistin ab und schaute bedeutsam in Richtung seiner Mitarbeiter, die außerhalb des Kamerafeldes standen.
„Nun, das weiß ich eigentlich gar nicht“, begann Kennedy zögernd. Einen Augenblick später lächelte er jedoch breit und lachte gemeinsam mit der Interviewerin laut auf. „Ich bekomme gerade ein klares Signal, dass ich diese bestimmte Frage nicht beantworten soll“, gab er schließlich amüsiert zu.
Eine Geschichte voller seltsamer Tiergeschichten
Seine Medienberater hatten gute Gründe für ihren sofortigen Eingriff. Kennedy taucht nämlich seit vielen Jahren regelmäßig in Schlagzeilen auf, die mit seinen ziemlich unberechenbaren Umgang mit toten Tieren zu tun haben.
Der prominente Staatsbeamte gab beispielsweise selbst zu, dass er heimlich den Kadaver eines toten Bären im New Yorker Central Park entsorgt hatte. Ursprünglich hatte er geplant, das Fleisch in seinem eigenen Kühlschrank zu lagern. Später behauptete er ganz gelassen, er durchsuche Straßenränder und sammle überfahrene Tiere, um damit seine zahmen Raben zu füttern.
Auch weitere Familiengeschichten sind mit der Zeit bekannt geworden. Seine Tochter erzählte Medien, ihr Vater habe einst einem gestrandeten Wal mit einer Motorsäge den Kopf abgetrennt – ein Vorwurf, den Bundesbehörden als unbegründet zurückwiesen.
Einer seiner Biografen entdeckte zudem kürzlich einen alten Tagebucheintrag aus dem Jahr 2001. Darin beschreibt der Politiker detailliert, wie er eigenhändig einen toten Waschbären zerschnitt, um dessen Anatomie zu untersuchen. Es ist daher kaum verwunderlich, dass sein politisches Team jetzt vor allem möchte, dass er sich beim Kochen ausschließlich an die gewöhnlichsten Rezepte hält.










