Aufnahmen dokumentieren Schusswechsel zwischen ukrainischen Geheimdiensten

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Bewohner eines ruhigen Kiewer Wohnviertels erlebten diese Woche einen völlig unerwarteten und höchst dramatischen Vorfall – mitten in ihrem Alltag.

Ein bewaffneter Zusammenstoß zwischen Agenten zweier führender ukrainischer Geheimdienste mündete in einen chaotischen Schusswechsel, bei dem drei Personen verletzt wurden. Im Netz kursieren aktuell Videoaufnahmen, die den erschreckenden Zwischenfall festhalten. Obwohl sich die Echtheit der Aufnahmen nicht sofort unabhängig bestätigen ließ, räumten Vertreter des Militärgeheimdienstes ein, dass es tatsächlich zu einem handfesten Konflikt gekommen war.

In den Vorfall verwickelt waren der staatliche Inlandsgeheimdienst SBU sowie der Militärgeheimdienst HUR. Angehörige der Eliteeinheit Alfa, die der SBU untersteht, eröffneten das Feuer, nachdem sich die Lage in der Nähe eines gewöhnlichen Wohnhauses dramatisch zugespitzt hatte.

Die offiziellen Stellungnahmen zum Ursprung des Konflikts widersprachen sich erheblich. Die SBU behauptete zunächst, gemeinsam mit dem HUR einen unmittelbar bevorstehenden russischen Terroranschlag vereitelt zu haben. Kurz darauf korrigierte sie ihre Version und erklärte, eine nicht näher bezeichnete Personengruppe habe versucht, eine laufende Hausdurchsuchung zu verhindern.

Ein Sprecher des Militärgeheimdienstes hingegen erhob schwere Vorwürfe gegen die SBU-Agenten: Diese hätten gezielt das Feuer auf völlig unbewaffnete HUR-Angehörige eröffnet.

Präsident verurteilt den internen Konflikt scharf

Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Vorfall in seiner nächtlichen Ansprache unmissverständlich und bezeichnete ihn als absolute Schande für das gesamte Land. Er entließ umgehend einen hochrangigen SBU-Vertreter und wies die Staatsanwaltschaft an, den Fall unverzüglich und lückenlos aufzuklären.

Der Präsident betonte, dass Waffen auf ukrainischem Boden ausschließlich gegen russische Besatzer zur Landesverteidigung einzusetzen seien. „Kein weiterer derartiger Schusswechsel wird von unserem Staat jemals als etwas geduldet, an dem sich irgendjemand beteiligen darf“, stellte er unmissverständlich klar.

Der Auslöser: Ein festgenommener Kommandeur

Die gesamte Eskalation nahm ihren Anfang während einer SBU-Razzia im Zusammenhang mit einem Kommandeur des Russischen Freiwilligenkorps. Stepan Kaplunov war wenige Tage zuvor von den Sicherheitskräften festgenommen worden. Als Agenten ihn zur Sicherstellung von Beweismitteln zurück in seine Wohnung brachten, griffen Einheiten des Militärgeheimdienstes ein, um die Operation zu stoppen.

SBU-Mitarbeiter verteidigten sich damit, dass Bewaffnete ihnen mit Fahrzeugen den Fluchtweg versperrt und ihre Bewegungsfreiheit erheblich eingeschränkt hätten. Nach ihrer Darstellung wurden sie während einer laufenden Ermittlung zu terroristischen Aktivitäten, die vom russischen Geheimdienst gesteuert worden seien, hinterhältig angegriffen.

Der Militärkommandeur bestand seinerseits darauf, dass SBU-Angehörige trotz einer vereinbarten Waffenruhe das Feuer auf die eigenen Leute eröffnet hätten. Der festgenommene Kaplunov selbst erklärte später gegenüber Medien, sein Geständnis der Zusammenarbeit mit Moskau sei ausschließlich unter massivem psychischen Druck in einer geheimen Einrichtung zustande gekommen.

Selenskyj fordert nun die persönliche Verantwortung der Beteiligten – einschließlich weitreichender Personalwechsel an der Spitze beider Dienste. Beide Behörden werden derzeit intern durchleuchtet, während Ermittler der Frage nachgehen, wer den unbegreiflichen Schießbefehl mitten in der Hauptstadt erteilt hat.

Author

  • Thomas Eder ist ein österreichischer Blogger, der über praktische Lifehacks, interessante Fakten und aktuelle Alltagsthemen schreibt. Seine Inhalte machen komplexe Themen leicht verständlich und unterhaltsam.

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